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News2021-07-19T10:59:32+00:00

„Aktionswochen Vielfalt“ im Landkreis Celle

Aktionswochen Vielfalt 2021 – Danke für diese tollen Wochen

22.07.2021 Pressemitteilung des Landkreis Celle zu den Aktionswochen

Vom 14.6. bis 4.7. fanden im Landkreis Celle erstmals die „Aktionswochen Vielfalt“ statt. Damit möchte der Landkreis Celle

  • die Vielfalt im Landkreis deutlich machen,
  • demokratische Strukturen stärken,
  • Menschen miteinander ins Gespräch bringen,
  • zum demokratischen Dialog ermutigen,
  • und entscheidende Zeichen setzen gegen Ausgrenzung und Rassismus.

KogA hat sich mit der digitalen Diskussionsveranstaltung „Gleichberechtigte Teilhabe – Strategien gegen Antiziganismus“ an den Aktionswochen beteiligt. Nach einem Impulsvortrag zum Thema Antiziganismus und dem gerade erschienenen Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus sind wir mit Vertreter_innen aus Selbstorganisationen der Sinti_ze und Rom_nja sowie aus weiteren Organisationen ins Gespräch darüber gekommen, was Antiziganismus für die betroffenen Menschen bedeutet. Außerdem haben wir Handlungsstrategien beleuchtet, um antiziganistischer Diskriminierung und Ausgrenzung wirksam zu begegnen und eine gleichberechtigte Teilhabe und Partizipation für Rom_nja und Sinti_ze zu ermöglichen.

Die Diskutant_innen waren:

  • Samantha Rose, Niedersächsische Beratungsstelle für Sinti und Roma und Vertreterin des Forums für Sinti und Roma e.V.
  • Maik Claasen, Junges Forum gegen Antiziganismus /Verein für Sinti, Reisende und Roma Celle Allertal e.V.
  • Sevdije Berisa, Romane Aglonipe e.V.‚ Zurale Romnja andar’o – Starke Roma-Frauen in Niedersachsen e.V.‚ Ternengo Drom e Romengo – Roma-Jugendliche in Nds. e.V.
  • Sorusch Ebrahimi, diversu e.V. – Institut für Diversity, Nachhaltigkeit, Gender und Natur

Weiterbildung „Antiziganismus erkennen und begegnen“

2021-07-16         –              ANKÜNDIGUNG
Weiterbildung „Antiziganismus erkennen und begegnen“ geht in die zweite Runde

Wir – Pädagogische Hochschule Heidelberg, Institut für Gesellschaftswissenschaft (IGW), Abteilung Geschichte (GES), Arbeitsstelle Antiziganismusprävention – gehen in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg nach einem erfolgreichen ersten Durchlauf der Weiterbildung in die zweite Runde und bieten euch ab dem 09. Oktober 2021 eine 5-teilige Online-Fortbildung zum Thema „Antiziganismus erkennen und begegnen“ an.

Ihr arbeitet im Bereich Pädagogik? Wollt Ihr euch gerne intensiver und kostenlos mit den Themen Rassismus, institutionelle Diskriminierung, Antiziganismus & eurer eigenen Berufsrolle beschäftigen? Dann meldet euch an. Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und Fragen.

Die weiteren Termine findet ihr hier im Flyer der Weiterbildung.

Anmeldung per Mail an Frau Bossert: regina.bossert@lpb.bwl.de

Gerne dürft ihr die Information auch an Interessierte weiterleiten.

Nadine Küßner
Bildungswissenschaftlerin/Pädagogin
https://www.ph-heidelberg.de/geschichte/personen/lehrende/kuessner.html
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Transfer Together
Teilprojekt Antiziganismusprävention
www.ph-heidelberg.de/transfertogether
www.transfertogether.de

Arbeitsstelle Antiziganismusprävention
www.azp-hd.org

Institut für Gesellschaftswissenschaft (IGW)
Abteilung Geschichte (GES)
Gebäude: INF 519
Raum: TO 112
Tel: 06221/477-337
kuessner@ph-heidelberg.de

Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der neuen Webseite der „Kompetenzstelle gegen Antiziganismus“ (KogA).

Gedenkstätte Ahlem Hannover 03. März 1943 – Deportation der Sinti und Roma aus der Region Hannover

Viele starben in Auschwitz und an anderen Orten der Vernichtung. Die Gedenkstätte Ahlem ist traditionell Gedenkort für die Opfer der NS-Gewalt und richtet in jedem Jahr eine Gedenkveranstaltung in enger Kooperation mit den Selbstorganisationen der Sinti in Hannover aus.

In diesem Jahr hat die Gedenkstätte Ahlem aus diesem Anlass mehrere erinnerungskulturelle Angebote Online gestellt, um die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma zu würdigen und die Erinnerung zu stärken. Auch um in der heutigen Zeit zu sensibilisieren für Formen der Feindlichkeit, die aus „harmlosen“ Vorurteilen erwachsen können.

„Die Geschichte des Z-Wortes – Rassismus gegen Sinti und Roma“
Eine Produktion in Kooperation mit der Sophienschule Hannover, der Titel ist Programm. 2020 bereits als Theaterstück aufführungsreif, konnte während der Pandemie eine ausdrucksstarke Film-Form (50 Min. Dauer) entwickelt werden.

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Das Puppentheater Laretti: Aufführung „Der unschuldige Dieb“
Leichte Sprache und leichter Zugang! (ca. 20 Min. Dauer)
Die meisten Menschen waren schon einmal im Puppentheater, meistens ein warmer und heimeliger Ort, in dieser Aufführung treffen althergebrachte Vorurteile auf den Kasper!

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Das Puppentheater Laretti: Interview mit Samantha Rose und Mario Laretti
moderiert von Andreas Mischok (Gedenkstätte Ahlem), über die Tradition des Puppenspiels und zu aktuellem Rassismus gegen Sinti und Roma.

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Die Zeremonie im kleinsten Kreis am 03. März in Ahlem:
Reden des Regionspräsidenten Jagau, des Bürgermeisters Hermann, von Samantha Rose für den Landesverband der Sinti in Niedersachsen und von Schülerinnen und Schülern der Sophienschule, sowie OStR Julia Granitza als Lehrerin.

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Darüber hinaus finden sich auf dem Youtube-Kanal der Region Hannover weitere Filme der Gedenkstätte Ahlem zu verschiedenen Themen und zu Gedenktagen, gerne erhalten wir Rückmeldungen zur Nutzbarkeit im Unterricht.

Weiterhin versenden wir auf Nachfrage gerne einen Link zu unserem Angebot an Materialien für das Distanzlernen.

Aktuell wird die Internetseite der Region Hannover neu gemacht, in Kürze werden über die Seiten der Gedenkstätte auch wieder aktuelle Informationen mitgeteilt, wir bitten um Verständnis für die zuletzt dort fehlenden Informationen zum Gedenktag am 03. März.

Andreas Mischok
Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Schwerpunkt Pädagogik
Region Hannover
Gedenkstätte Ahlem
Heisterbergallee 10
30453 Hannover
Telefon: 05 11 / 6 16 – 23479
E-Mail: andreas.mischok@region-hannover.de

Statements und Meinungen

Ich habe KogA im Rahmen des Fachforums „Kompetent gegen Antiziganismus – Teilhabe und Empowerment“ im November 2019 kennen gelernt und war sehr begeistert von der Arbeit. KogA bedeutet für mich, ein fachlicher Austausch / fachliche Perspektive auf die Arbeit zusammen mit und für Rom*nija und Sinti*zze.
Ich hätte gerne an dem Bildungsprogramm „Kompetent gegen Diskriminierung von Roma und Sinti“ teilgenommen, an dem meine ehemaligen Kolleg:innen von new hamburg teilgenommen haben und nur von geschwärmt haben. Ich habe KogA bei dem Fachforum als äußerst professionell und reflektiert wahrgenommen. Dies fand ich sehr beeindruckend.
Madeleine Does, Poliklinik Veddel

Ich bin sehr dankbar für die Weiterbildung des KogA Projekts. Mir haben die verbindenden Elemente von Praxis und Theorie gut gefallen. Sehr eindrücklich war für mich der Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Besonders wichtig war mir, dass an der Durchführung Selbstorganisationen und Menschen aus der Community einen hohen Stellenwert hatten. Die Organisator*innen haben einen Rahmen für einen vertraulichen und offenen Austausch innerhalb der Gruppe geschaffen. Des Weiteren fühlte ich mich sehr gesehen und unterstützt. Insgesamt hatte die Weiterbildung eine gewisse Leichtigkeit, trotz der bewegenden und teilweise sehr schweren Thematik. Ich wünsche dem KogA Projekt weiterhin einen guten weiteren Weg, mit dem Ziel Diskriminierung gegen Sinti_ze und Rom_nja zu erkennen und abzubauen.
Stephanie Grosshardt, Basis & Woge e.V.

Kennengelernt habe ich das KogA Projekt durch die hausinterne Diskussion zur Entstehung und Verstetigung dieses Aufgabenfelds. KogA ist wichtig, weil es auf konkrete und anschauliche Weise Antworten auf die Folgen der NS-Verfolgung und deren Bedeutung bis heute gibt. KogA kann ich empfehlen, weil die Teilnehmer durch das Projekt Informationen und Erfahrungen erhalten, die für ihre berufliche Alltagspraxis hoch relevant und hilfreich sind.
Thomas Rahe, Stv. Leitung Gedenkstätte Bergen-Belsen

Als eine erst im Jahr 2015 gegründete Selbstorganisation der Sinti und der Roma, hat unser Verein schon recht früh an bundesweiten Veranstaltungen zu den Themen Antiziganismus, Rassismus sowie Teilhabe an Bildung teilgenommen. Auf einer Veranstaltung 2016 in Berlin zum Thema „Nachträgliche Teilhabe an Bildung“ hatten wir dann ersten Kontakt zu einem Mitarbeiter des Projektes KogA. Im Folgejahr 2017 haben wir dann mit dem Projekt KogA / Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten eine beiderseitige Kooperation vereinbart und haben unsererseits in den Folgejahren an einigen Veranstaltungen der „KogA“ als Referenten teilgenommen sowie auch Mitarbeiter des Projektes KogA zu unseren Veranstaltungen eingeladen.  Aktuell wird die Zusammenarbeit in 2021 fortgesetzt. 
Die Bedeutung und Wirksamkeit des Projektes KogA hat für uns 2 Seiten. Zum einen erleben wir hier interessierte und gebildete Mitarbeiter, mit denen wir arbeitstechnisch als auch menschlich recht professionell und gerne zusammenarbeiten. Dennoch bedauerten und bedauern wir es immer noch, dass Projekte im Themengebiet des „Antiziganismus“ in der Regel bundesweit nur befristet gefördert werden. Da liegt auch oftmals die Ursache der meist partiellen Erfolge insbesondere in den sozial schwachen gesellschaftlichen Schichten. Zudem vermissen wir den Umstand, dass Menschen aus den beiden Ethnien nicht dauerhaft im Projekt auch beschäftigt und präsent sind. Hier sind wir der festen Überzeugung, dass dieses einen Gewinn in jeglicher Art und Weise darstellen würde. Hier liegt auch nach unserer Sichtweise der einzige Nachteil. 
Im Gesamtkontext ist die Projektarbeit unserer Ansicht nach eher „in“ die Mehrheitsgesellschaft gerichtet. Natürlich wird im Projekt ein bislang oft ungesehenes Wissen vermittelt oder erweitert in die Mehrheitsgesellschaft getragen. Im Rahmen der staatlichen Pflichten in Deutschland ist dieses selbstverständlich eine Pflichtaufgabe. Die Informationen an die Mehrheitsbevölkerung hat nach unserer Ansicht eine große Notwendigkeit und zeigt durch das Wirken des Projektes schon einige Erfolge. Dieser Umstand ist aber in der Gesamtmasse der Menschen aus den Ethnien mit den tatsächlichen persönlichen schlechten Erfahrungen wenig bekannt. Dieses sollte sich ändern. 
Für öffentliche Institutionen und Mitarbeiter sozialer Träge macht die KogA eine tolle Arbeit, welche wir ausdrücklich begrüßen und gerne fortgeführt wissen wollen. Auf hohem Niveau wird hier von den Mitarbeitern der KogA ein professionell erworbenes Wissen weitergegeben und Mithilfe von Projekt- und Kooperationspartnern auch aus den Ethnien weitervermittelt. Wir wünschten mehr Einbindung in das Team für die Menschen mit dem ethnischen Hintergrund. Dann sollte das Projekt auch „beiderseits“ weiter erfolgreich sein. 
Michael Wagner & Ingo Lindemann, 1.Sinti-Verein Ostfriesland e. V.

Aktionsbündnis „Unser Denkmal ist unantastbar!“

„Das Gedenken an die vom nationalsozialistischen Deutschland ermordeten Sinti und Roma kann niemals gegen verkehrspolitische Interessen aufgewogen werden.“

10 Fakten zum aktuellen Stand – Sehen Sie hier das Youtube-Video:

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