Neues Tätigkeitsfeld: Fälle von Antiziganismus und systemischer Diskriminierung beobachten, begleiten und beraten

  • Kommunikationsvermittlung und Beratung
  • Unterstützung – Begleitung
  • Gerichts- und Prozessbeobachtung
  • Aufbereitung für die Bildungs- und Beratungsarbeit

Erstmals wurde KogA 2020 von einer Roma-Familie um Unterstützung und Hilfe angefragt. Im konkreten Fall ging es um die Vermutung und den Verdacht, dass verschiedene Akteur_innen und Organisationen bewusst oder unbewusst antiziganistisch agierten. Die Familie bat um Unterstützung, da sie in einem Konflikt, ausgelöst von einer Nachbarin im Haus (unzutreffende Lärmprotokolle, Beschwerden bei der Wohnungsbaugesellschaft…) von der Wohnungsbaugesellschaft nach Gesprächen und weiteren Beschwerden der Nachbarin Abmahnungen und schließlich die Kündigung der Wohnung erhielt.

Die Familie fühlt und sieht sich in einem systemischen Netz der falschen Beschuldigungen, Verdächtigungen, Beleidigungen und Gerichtsverfahren verfangen, was sie extrem belastet und existenziell bedroht. KogA begleitet die Familie in der Kommunikation mit den Anwälten, bei der Polizei, stellt Verbindungen zur Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma her und hat die Familie bisher bei zwei Gerichtsterminen durch „Prozessbeobachtung“ begleitet. Zudem stellt KogA entsprechende Informationen, Wissen und Kompetenzen zum Themenfeld Antiziganismus für die Akteur_innen zur Verfügung. KogA wird bei Bedarf und zum passenden Zeitpunkt, neben der bereits hergestellten Öffentlichkeit durch die Prozessbeobachtung in Verbindung mit der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma eine kritische Öffentlichkeit zu dem Fall herstellen.

Haben Sie direkt oder indirekt mit ähnlichen Situationen oder Fällen zu tun? Sind Sie selbst betroffen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie …

  • antiziganistische Diskriminierungen befürchten und Unterstützung benötigen,
  • im Fall einer juristischen Auseinandersetzung eine Gerichts- und Prozessbeobachtung benötigen,
  • kommunikative Begleitung wünschen.

Gerne unterstützen wir, wenn möglich selbst, oder in Zusammenarbeit und Vernetzung mit unseren Kooperationspartner_innen.