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Aktuelle Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungen

Fehler im System? Institutioneller Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja.

Das Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover veranstaltet in Kooperation mit dem AStA
Fehler im System? Institutioneller Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja. Ausschlusspraktiken, Rassismuserfahrungen, Gegenstrategien

Das Plakat der Konferenz finden Sie hier.

Wann und Wo?: 23.09.2022 12:00-16:30 Uhr, 14. OG, Conti-Hochhaus
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Weitere Informationen auf www.idd.uni-hannover.de
Kontakt: Patrick Bredl, Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover, bredl@idd.uni-hannover.de

Die Diskriminierung von Sinti:zze und Rom:nja wirkt in und durch Institutionen wie Polizei, Schule oder im Jobcenter. Besteht das Problem in zahlreichen Fehlern Einzelner innerhalb dieser Institutionen oder liegt es vielmehr „im System“ selbst begründet? Institutioneller Rassismus ist fundamentaler Bestandteil der oben genannten Organisationsstrukturen. Es sind die Wechselwirkungen zwischen rassistischen Diskursen und Wissensbeständen sowie institutionellen Ausschlusspraktiken die wir als institutionellen Rassismus auf der Veranstaltung in den Mittelpunkt stellen.
In vier Vorträgen und einer Podiumsdiskussion beschäftigen wir uns mit den Wirkungsweisen und Ausprägungen des institutionellen Rassismus gegen Sinti:zze und Romn:nja. Dabei werden die institutionelle Ausschlusspraktiken und Rassismuserfahrungen beleuchtet und Gegenstrategien diskutiert.

Programm:

  • Empowerment-Ansätze von Sinti*zze und Rom*nja (Hajdi Barz)
  • Community-basierte Forschung zu Rassismuserfahrungen (Prof. Dr. Iman Attia)
  • Abschiebestopp und Bleiberecht für Roma aus humanitären und historischen Gründen (Kenan Emini)
  • Institutioneller Antiziganismus im EU-Binnengrenzregime: wohlfahrtsstaatliche Grenzziehungen in der kommunalen Praxis (Tobias Neuburger)
  • Launch einer Podcast-Serie zum Thema Institutioneller Antiziganismus von RYMEcast (mit Sejnur Memiši)
  • Podiumsdiskussion: Institutioneller Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze: Handlungsperspektiven und Gegenstrategien

Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab im Rahmen der Ausschreibung „Zukunftsdiskurse“.

Filmveranstaltung mit Zeitzeugengespräch am 29.09.2022

Am Donnerstag, den 29. September 2022

lädt der Arbeitskreis Andere Geschichte e.V. als Träger der Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße
um 18.45 Uhr
zur Präsentation des Dokumentarfilms „Das Zelig“ ins Universum Filmtheater ein.
Im Anschluss findet eine Gesprächsrunde mit der Regisseurin Tanja Cummings und dem Holocaust-Überlebenden Natan Grossmann statt.

Zum Film

Durch das Brennglas Café Zelig blickt die Filmemacherin Tanja Cummings tief in die Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens. In dem von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern organisierten Café treffen sich jede Woche Überlebende des Holocaust, um sich in einem geschützten Raum auszutauschen und ein vielseitiges Kulturprogramm zu erleben. Die Regisseurin hat ihre Protagonisten für den Film über Monate begleitet. Durch das so entstandene Vertrauensverhältnis erlaubten die nicht selten schwer traumatisierten Menschen eine Nähe, die in dieser Intensität nur selten auf einer Leinwand zu sehen gewesen sein dürfte. Weitere Informationen zum Dokumentarfilm „Das Zelig“ finden Sie/findet ihr hier: https://daszelig-film.de/

Zur Veranstaltung

Im Anschluss an die Filmpräsentation gibt es eine Gesprächsrunde mit Tanja Cummings und Natan Grossmann, einer der Protagonisten. Natan Grossmann, 1927 in Zgierz bei Łódź geboren, wurde aus dem später in der Stadt eingerichteten „Ghetto Litzmannstadt“ im Herbst 1944 über das KZ Auschwitz nach Braunschweig deportiert. Im Lager Vechelde musste er für die LKW-Firma Büssing Zwangsarbeit leisten. Am 2. Mai 1945 wurde er im KZ Wöbbelin befreit und lebt seit Anfang der 1960er Jahre in München. Er ist einer der letzten lebenden Zeitzeugen, die über die Geschehnisse in den regionalen KZ-Außenlagern berichten können. Im Rahmen seines mehrtägigen Besuchs wird er auch Schüler*innen an zwei Braunschweiger Schulen seine eindrückliche Lebensgeschichte erzählen.

Freitag 26.08.22 Demonstration gegen Antiziganismus und Rassismus in Celle

Das Junge Forum gegen Antiziganismus
lädt zu einer Demonstration gegen Rassismus und Antiziganismus ein. Der Schwerpunkt liegt auf dem Fall Mandy Müller.
Freitag, 26.08.2022
um 14:00 in Celle
Treffpunkt ist 13:30 Uhr auf dem Schützenplatz

Aktuelle Informationen zur Demonstration und zu dem Fall der Sintiza Mandy Müller

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Antiziganismus – ein blinder Fleck in unserer Gesellschaft!?

Erfahrungen austauschen – Perspektiven wechseln – erste Handlungsoptionen diskutieren

Antiziganismus ist eine aktuelle, historisch gewachsene und eigenständige Form des Rassismus gegen Sinti*zze und Roma*nja. Seine bislang radikalste Ausprägung war der staatlich organisierte Genozid im Nationalsozialismus. Antiziganismus stellt ein massives gesamtgesellschaftliches Problem in Deutschland und Europa dar. (mehr …)

Veranstaltungshinweise im Mai

Das „Deutsches Institut für Menschenrechte“ veranstaltet im Mai zwei interessante Veranstaltungen zu Sinti*zze und Rom*ja und Antiziganismus:

Thema: Menschenrechte im Konflikt: Geschichte und Gegenwart der Sinti*zze und Rom*ja in Deutschland
Wann: 5. Mai 2022 · 18:30 Uhr
Wo: Vor Ort in der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie., „Haus 22“, Ruschestr. 103, 10365 Berlin-Lichtenberg und im Livestream von YouTube: https://www.youtube.com/StasiUnterlagenArchiv
Weiter Informationen zur Veranstaltung und Rahmenprogramm findet ihr unter: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/veranstaltungen/detail/menschenrechte-im-konflikt-geschichte-und-gegenwart-der-sintizze-und-romja-in-deutschland

Thema: Antiziganismus im Kontext von Justiz und Polizei – Staatliche Politik in der Verantwortung
Wann: 11. Mai 2022 · 18:30 Uhr – 20:00 Uhr
Wo: Online unter folgendem Link: -> www.dimr.de/livestream
Weiter Informationen findet ihr unter: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/veranstaltungen/detail/antiziganismus-im-kontext-von-justiz-und-polizei-staatliche-politik-in-der-verantwortung

Seminar: „Antiziganismus – Der vergessene Rassismus!?“

Diskriminierung durch Antiziganismus ist leider nach wie vor ein hochaktuelles Thema. Der Höhepunkt einer Reihe rassistischer Angriffe auf Rom_nja und Sinti_ze war der rechtsterroristische Anschlag in Hanau vom 19. Februar 2020. Unter den neun Todesop-fern befinden sich drei Angehörige aus den Communities von Sinti_ze und Rom_nja: die 35-jährige Mercedes Kierpacz, der 23-jährige Vili Viorel Păun und der 33-jährige Kaloyan Velkov.
Allein dieses Beispiel verweist auf die Gegenwärtigkeit von Antiziganismus in der Bundesrepublik, aber auch auf die Notwendigkeit, diesen als eine spezifische Form von Rassismus umfassend zu untersuchen, um Strategien seiner Überwindung zu entwickeln.

Das Seminar sucht die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Minderheit in Deutschland, um für strukturelle Ausgrenzung und Diskriminierung zu sensibilisieren. Dabei soll das Hintergrundwissen mit der Reflexion über eigene Denkmuster verbunden werden, um Antiziganismus zu entlarven und sich dieser Form von Rassismus entgegenstellen zu können. In diesem Zusammenhang legen wir im Verlauf des Seminars einen besonderen Fokus auf das Thema Soziale Arbeit und Antiziganismus.

Termin: 13.-15.06.2022
Annmeldung unter www.azk.de
Teilnahmegebühr: 165,00 Euro + ggf. Zuschläge

Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen:
220613 Antiziganismus – der vergessene Rassismus Flyer